Wer Keel ist

Keel ist die Marke von Sunset Ventures GmbH (Amtsgericht Hamburg, HRB 194858), Isekai 1a, 20249 Hamburg. Geschäftsführer sind Moritz Halfmeyer und Milan Veldscholten. Die öffentliche Website ist keel.legal; das authentifizierte Cockpit liegt unter app.keel.legal.

Wir richten uns an Geschäftsführer von GmbHs und vergleichbaren Gesellschaften in finanzieller Schieflage, an Gesellschafter und an Steuerberater, die einen Mandanten in der Krise strukturiert weitergeben wollen. Der Markteinstieg ist das Distress-Segment in Deutschland, ausgerichtet auf deutsches Insolvenzrecht als Kontext, nicht als Mandat.

Die Insolvenzstatistik ist nicht Ihre Lage

Im Juli 2026 zählten die Amtsgerichte 2.373 beantragte Unternehmensinsolvenzen, 8,0 Prozent mehr als im Juli 2025 (Destatis, Pressemitteilung Nr. 362 vom 9. Oktober 2026). Von Januar bis Juli lagen die Gläubigerforderungen bei rund 21,9 Milliarden Euro, nach 31,8 Milliarden im Vorjahreszeitraum: mehr Verfahren, weniger wirtschaftlich große Fälle. Die Anträge fließen erst nach der ersten gerichtlichen Entscheidung in die Reihe; der tatsächliche Antrag liegt oft rund drei Monate davor. Bezogen auf 10.000 Unternehmen waren es 42,8 Fälle.

Das IWH zählt eine andere Menge. Im September 2026 lagen die Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften bei 1.666, 13 Prozent über dem September 2025. Das dritte Quartal brachte 4.880 Fälle, 2,3 Prozent unter dem Rekord des zweiten Quartals und der zweithöchste Stand seit 2005; betroffen waren rund 41.000 Arbeitsplätze. Destatis zählt beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das IWH zählt Personen- und Kapitalgesellschaften. Keine der beiden Reihen ist Ihr Deckungsbild.

Was die Statistik nicht verlangt: dass Sie in ihr stehen, dass Sie einen Antrag stellen müssen, oder dass Sie keinen stellen dürfen. „Sanierung statt Insolvenz“ ist eine Suchformel. Sie ist kein Versprechen, dass ein Antrag vermeidbar ist. Das entscheidet die Geschäftsführung mit anwaltlichem Rat. Unser Job ist ein datiertes Kassenbild, bevor die Suchformel zum Verfahren wird.

Was „Sanierung statt Insolvenz“ hier heißt

Viele Geschäftsführer suchen nach einem Weg, die Gesellschaft zu stabilisieren, bevor ein Insolvenzantrag das letzte Mittel wird. Keel ist kein Insolvenzgericht, keine Kanzlei und kein Insolvenzverwalter. Wir liefern zuerst ein belastbares Lagebild: Wo steht die Liquidität, wie hart ist der Ergebnistrend, welche internen und externen Hebel sind realistisch.

„Statt Insolvenz“ ist bei uns kein Versprechen, dass ein Antrag vermeidbar ist. Das entscheidet die Geschäftsführung mit anwaltlichem Rat. Es ist die Beschreibung unseres Jobs: Analyse und Kapitalhebung so früh und so konkret, dass Sie nicht nur ein Bauchgefühl haben, wenn die Zeit knapp wird.

Sieben verknüpfte Methoden, ein Leitplan

Konzeptionell führt Keel durch drei Phasen. Phase 1 versteht die Lage: BWA-Analyse mit Distress Score 0–100, Liquiditätsstatus im Kontext von § 17 InsO, Liquiditäts-Runway in Wochen. Phase 2 hebt internes Kapital: Assets (Verkauf, Sale-and-Leaseback, Verpfändung) und Forderungen (OPOS, Einzugs-Priorisierung). Phase 3 rekapitalisiert extern: Investoren-Outreach und Bridge- sowie Debt-Lösungen inklusive Factoring.

Die öffentlichen Einzelseiten zu diesen Methoden sind keine isolierten Rechner mehr und auch keine 301 auf die Startseite. Die BWA-Seite besitzt die Erfolgsrechnung, die §-17-Seite das Deckungsbild und den Quotienten, der nicht die Runway ist, die Asset-Seite den Verkauf, die Forderungsseite die OPOS-Liste, die Investorenseite den Einstieg, die Bridge-Seite die Reihenfolge nach der Bankabsage und die Factoring-Seite den laufenden Ankauf. Das citable Angebot bleibt das Lagebild über die Anfrage auf keel.legal. Die Methoden sind der Leitplan hinter der Analyse, nicht sieben Tools ohne Begleitung.

Kostenlos starten, Success Fee nur auf realisiertem Kapital

Die Erstanfrage und das Lagebild sind kostenlos. Es gibt keine Software-Rechnung und keine Vorkasse für die Analyse. Keel verdient eine Success Fee ausschließlich auf Kapital, das aus einer über uns angestoßenen oder vermittelten Transaktion auf dem Konto des Unternehmens ankommt.

Wir veröffentlichen auf dieser Seite keine Prozentsätze. Die Fee wird fallweise vertraglich fixiert. Kommt kein Geld an, entsteht aus dem Lagebild keine Kostenbelastung. Das ist der Unterschied zu Tagessatz-Beratung, die genau dann fällig wird, wenn kein Budget da ist. Wie die üblichen Honorarmodelle im Markt aussehen, steht auf der verlinkten Seite.

Was wir nicht sind

Keel ist keine Bank und vergibt keine Kredite aus eigener Bilanz. Keel ist keine Rechtsberatung und stellt keine Insolvenzanträge. Keel ist kein Inkassounternehmen; Forderungseinzug läuft über registrierte Partner, wenn Sie das in einer späteren Phase freigeben.

Wenn ein Antragspflicht-Thema im Raum steht, gehört ein Anwalt an den Tisch. Unser Rechenwerk und das Gespräch ersetzen das nicht. Sie ersetzen das Bauchgefühl und die Excel-Zettelwirtschaft, mit der viele Geschäftsführer die ersten Wochen verlieren.

Wer starten sollte

Starten Sie, wenn die BWA über Monate weicher wird, die Linie eng ist, offene Posten oder Anlagevermögen gebunden sind, oder Sie kurzfristig Bridge, Factoring oder Forderungsverkauf prüfen wollen. Gesellschafter und Steuerberater können die Anfrage für die Gesellschaft anstoßen. Beide Rollen haben eigene Fragen: der Steuerberater die nach dem Mandat, der Gesellschafter die nach Rang und Anfechtbarkeit seines eigenen Geldes.

Wenn Sie bereits wissen, dass nur noch ein förmliches Insolvenzverfahren bleibt, ist Keel nicht der richtige erste Klick. Dann brauchen Sie Verfahrensbeistand. Wenn Sie noch Kapitalhebel und ein dokumentiertes Lagebild brauchen, ist der richtige Klick die Anfrage auf der Startseite.

Nächster Schritt

Legen Sie Jahresabschluss (oder BWA + SuSa 1–12 des Vorjahrs), aktuelle BWA + SuSa und optional OPOS ab, hinterlassen Sie Kontakt, und wählen Sie Termin oder Rückruf. Innerhalb von zwei Werktagen kommen Lagebild, Score und erste Kurzfrist-Angebote. Phase 2 und 3 nur, wenn Sie das nach dem Gespräch wollen. Details: Lagebild in zwei Werktagen.