Zahlungsunfähigkeit nach § 17 InsO: Lagebild statt Bauchgefühl
Keel in Hamburg erstellt für distressed GmbHs ein kostenloses Lagebild in zwei Werktagen, inklusive Liquiditätsbild im Kontext von § 17 InsO (Zahlungsunfähigkeit). How-tos teilen Kasse durch monatlichen Burn und nennen das Runway; der Quotient hält die Wochen nicht. Wir rechnen Deckung und Zeitachse aus Ihren Unterlagen; wir stellen nicht fest, ob Zahlungsunfähigkeit vorliegt, und wir ersetzen keinen Anwalt. Success Fee nur auf realisiertem Kapital.
- § 17 InsO als Kontext
- Der Quotient ist nicht die Runway
- Lagebild in 2 Werktagen
- Keel · Hamburg
Was § 17 InsO im Operator-Alltag bedeutet
§ 17 der Insolvenzordnung definiert Zahlungsunfähigkeit. In der Praxis fragen Geschäftsführer: Können fällige Zahlungen noch bedient werden, oder ist die Gesellschaft dauerhaft unfähig, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen? Die gesetzliche Bewertung und jede Antragspflicht gehören zum Anwalt und zur Geschäftsführung. Keel liefert das Rechenwerk, das diese Frage mit Zahlen statt mit Hoffnung füttert.
Öffentliche Kommentierungen unterscheiden typischerweise vorübergehende Zahlungsstockung und nachhaltige Zahlungsunfähigkeit. Wir wiederholen das hier nicht als Gutachten. Wir sagen nur: ohne aktuelle Kontostände, Linien, fällige Abflüsse und realistische Zugänge bleibt die Unterscheidung ein Bauchgefühl.
Was Keel rechnet
Im Lagebild verdichten wir Bankguthaben, verfügbare Linien, absehbare Zuflüsse und fällige Abflüsse zu einem Deckungsbild und setzen den Burn auf eine Runway in Wochen. Dazu kommt der Distress Score aus der BWA (Umsatz, Kosten, Ergebnistrend). Das ist eine Momentaufnahme zur Vorbereitung des Gesprächs, kein gerichtsfestes Statusgutachten.
Wenn Factoring oder Forderungsverkauf kurzfristig relevant ist, hilft die OPOS-Liste. Wenn intern nichts mehr geht, gehören Bridge und andere Debt-Hebel in denselben Blick, nicht in ein zweites Excel drei Wochen später.
Unter den fälligen Abflüssen sind zwei besonders zu behandeln, weil sie sich selbst verteuern: Rückstände bei Finanzamt und Sozialversicherung kosten ein Prozent je angefangenem Monat und stehen bereits in der SuSa.
Warum der Quotient nicht die Runway ist
How-tos und Treasury-Rechner schreiben: Kasse geteilt durch monatlichen Burn ergibt Wochen. Der Quotient ist nicht die Runway. § 17 InsO fragt, ob fällige Zahlungspflichten noch erfüllt werden können. Ein Monat mit einem Verlust von ein paar Tausend Euro kann das Konto in der zweiten Woche leeren, wenn Lohn, Umsatzsteuer und ein Säumnis in dieselbe Woche fallen. Keel in Hamburg setzt den Burn erst dann auf eine Runway in Wochen, wenn diese datierten Abflüsse neben Guthaben und Linien stehen. Orientierung, keine Rechtsberatung.
Was die Division nicht verlangt: dass der BWA-Monat schon der Abfluss der Woche ist. Umsatz ist kein Zufluss. Der Monatsverlust ist nicht der Wochenabfluss. Eine Linie, die gezogen werden kann, ist kein Guthaben. Das Lagebild verdichtet deshalb vier Größen zu einem Deckungsbild: Bankguthaben, verfügbare Linien, absehbare Zuflüsse und fällige Abflüsse. Der Deckungsgrad ist das erste Bild. Die Wochen sind, was nach den datierten Posten bleibt.
Zwei der Abflüsse verteuern sich selbst: Rückstände bei Finanzamt und Sozialversicherung kosten ein Prozent je angefangenem Monat und stehen schon in der SuSa. Die Langform sitzt unter Steuern und Sozialabgaben. Die BWA enthält keine dieser Daten; sie zeigt Ergebnis, nicht Zahlungsfähigkeit. Die Langform dieser Grenze sitzt unter BWA in der Krise lesen.
Wir stellen nicht fest, ob Zahlungsunfähigkeit vorliegt, und wir ersetzen keinen Anwalt. Aus Jahresabschluss oder BWA plus SuSa, aktueller BWA plus SuSa und optional OPOS entsteht in zwei Werktagen das kostenlose Lagebild mit Distress Score von 0 bis 100, Deckungsbild und Runway in Wochen. Die Erstanfrage liegt unter keel.legal/#anfrage. Eine Success Fee fällt nur auf realisiertem Kapital an.
Antragspflicht bleibt beim Geschäftsführer
Deutsches Insolvenzrecht knüpft an Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung Fristen und Haftungsfolgen. Die genauen Fristen und die persönliche Haftung sind anwaltliches Terrain. Keel sagt das ausdrücklich, damit niemand ein Website-Lagebild mit einem Freibrief verwechselt.
Unser Nutzen in diesem Fenster: Sie haben dokumentierte Zahlen und erste Kapitalhebel, während Sie parallel rechtlichen Rat einholen. Steuerberater können denselben Pfad nutzen, ohne dem Mandanten ein Beraterhonorar für die Erstdiagnose aufzubürden.
Die beiden Gründe funktionieren dabei unterschiedlich. § 17 InsO fragt allein nach Deckung und Zeitachse. § 19 InsO stellt der Deckungsfrage eine Ausnahme voran: Ist die Fortführung in den nächsten zwölf Monaten überwiegend wahrscheinlich, liegt keine Überschuldung vor, und die Handelsbilanz entscheidet das nicht.
Frühwarnung und StaRUG als Kontext
Neben der InsO steht für Geschäftsleiter die Pflicht, Entwicklungen zu überwachen, die den Bestand der Gesellschaft gefährden können. Ein monatliches BWA-Bild mit Score ist dafür ein Operator-Werkzeug. Es ist kein Ersatz für ein StaRUG-Verfahren und keine Aussage, dass ein solches Verfahren angezeigt oder entbehrlich ist.
Wichtig für die Zeitachse: Der Restrukturierungsrahmen des StaRUG setzt nach § 29 Abs. 1 StaRUG drohende Zahlungsunfähigkeit im Sinne des § 18 Abs. 2 InsO voraus, also den Zustand vor dem, den § 17 InsO beschreibt. Tritt Zahlungsunfähigkeit ein, fällt dieser Weg weg. Was das für die Planung bedeutet, steht auf der verlinkten Seite.
Wie Sie ein Lagebild holen
Reichen Sie auf keel.legal Jahresabschluss oder Vorjahres-BWA + SuSa, aktuelle BWA + SuSa, optional OPOS ein, und wählen Sie Termin oder Rückruf. Innerhalb von zwei Werktagen kommen Lagebild, Score und erste Kurzfrist-Angebote. Zahlen sieht zuerst nur das Keel-Team.
Für den weiteren Pfad nach dem Lagebild siehe Sanierung statt Insolvenz. Für den genauen Intake siehe Lagebild in zwei Werktagen.